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Sexualität

Gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Sexualität unabhängig vom Alter ein zentraler Bestandteil des Menschseins. 

Die sexuelle Identität eines Menschen umfasst
  • das biologische Geschlecht,
  • die Geschlechtsidentität (bestimmt, ob man sich als Mann oder als Frau fühlt),
  • die Geschlechterrolle (schreibt, abhängig von kulturell bedingten Normen, männliche oder weibliche Verhaltensmuster fest),
  • die sexuelle Orientierung (langfristige emotionale und sexuelle Anziehungskraft bzw. die Zuneigung zu Partnerinnen/Partnern eines bestimmten Geschlechts).

Sexualität schliesst physische, psychische und soziale Komponenten ein und geht über die Fortpflanzung und das Sexualverhalten im engeren Sinn hinaus. Sie umfasst Lust, Erotik, Zärtlichkeit, Intimität genauso wie Sexualverkehr.

Diese in der Schweiz breit geteilte Betrachtungsweise setzt voraus, dass die Menschen ihre Sexualität lustvoll, frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt und ohne gesundheitliche Gefährdung leben können.

Entsprechend wurden hierzulande in den letzten Jahren politisch Einiges unternommen, um die sexuellen Rechte der Bürgerinnen und Bürger besser zu schützen. Dass dabei auch geschlechterspezifische Stereotypen und Rollenzuordnungen in Frage gestellt, traditionelle und religiöse Vorstellungen neu überdacht werden und an Tabus gerüttelt wird, ist unumgänglich und fordert SchweizerInnen und MigrantInnen gleichermassen heraus.

Zum Thema: Sexuelle Gesundheit, Sexuelle Orientierung, Schutzbestimmungen, Sexuelle Rechte